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Warum Latenz zählt

Für X-Plane zählt nicht maximaler Durchsatz, sondern zeitliche Vorhersagbarkeit — ein stabiles 35-FPS-Bild wirkt flüssiger als eines, das zwischen 25 und 50 schwankt. Mikro-Ruckler entstehen selten durch fehlende Rechenleistung, sondern durch Latenz: Scheduling-Verzögerungen, CPU-Aufwachzeiten aus Schlafzuständen, Interrupts zur falschen Zeit und blockierende Speicheroperationen. Die Tuning-Seite zeigt zwei Kernel-Profile — das Standard-Profil erzwingt Priorität für die Anwendung, das Liquorix-Profil entfernt externe Störquellen —, die jeweils auf das Scheduling-Modell des Kernels abgestimmt sind. Die gleichen Parameter auf dem falschen Kernel angewendet verschlechtern das Ergebnis.

Die Monitoring-Seite liefert die Werkzeuge, um jede Tuning-Maßnahme zu verifizieren: Ist der Governor tatsächlich aktiv? Landen Interrupts auf den geschützten Kernen? Verursacht die NVMe Aufwach-Latenzen? Jedes Tool — von turbostat über mpstat bis ioping — ist einer konkreten Tuning-Einstellung zugeordnet.

Die theoretischen Grundlagen — warum Latenz wichtiger ist als Durchsatz und welche Systemquellen Latenz erzeugen — beschreibt das Kapitel Latenz und Vorhersagbarkeit.

  • Tuning — Kernel-Parameter, CPU-Governor, Interrupt-Affinität, NVMe-Tuning
  • Monitoring — btop, turbostat, perf, mpstat und weitere Analyse-Tools

Weiterführende Kapitel

Thema Seite Schwerpunkt
Kernel-Tuning Kernel-Tuning CPU-Governor, Interrupt-Affinität, NVMe-Tuning
Monitoring Monitoring Tuning verifizieren mit turbostat, mpstat, ioping
Latenz und Vorhersagbarkeit Latenz und Vorhersagbarkeit Theoretische Grundlagen der Systemlatenz
Liquorix Kernel Liquorix Kernel Low-Latency-Kernel mit PDS-Scheduler
Lastdimensionen Lastdimensionen CPU, GPU, IO — wo Engpässe entstehen